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Die Schlafphasen – so arbeitet dein Körper, während du schläfst

Obwohl sich Schlaf wie eine lange, zusammenhängende Pause anfühlt, ist er tatsächlich ein aktiver und sich ständig verändernder Prozess. Während der Nacht durchläuft das Gehirn verschiedene Schlafphasen, die sich grob in den Non-REM-Schlaf und den REM-Schlaf unterteilen lassen.

🌙 Non-REM-Schlaf

Non-REM steht für „Non-Rapid Eye Movement“ und bezeichnet den Teil des Schlafs, in dem die schnellen Augenbewegungen, die für den REM-Schlaf typisch sind, nicht auftreten.

Der Non-REM-Schlaf besteht aus drei Phasen, in denen der Schlaf nach und nach tiefer wird. Wir bewegen uns von einer leichten Einschlafphase über einen stabileren Schlaf bis hin zum Tiefschlaf, in dem die Muskeln entspannt sind und wir nur schwer geweckt werden können.

😴 Phase 1 – Der Übergang in den Schlaf

Die erste Phase ist der Übergang vom Wachsein zum Schlafen. Der Körper beginnt langsam, den Tag loszulassen. Die Muskeln entspannen sich, die Gedanken werden ruhiger und wir nehmen unsere Umgebung immer weniger wahr. In dieser Phase schlafen wir noch sehr leicht und können deshalb durch Geräusche oder Bewegungen schnell geweckt werden. Viele kennen vielleicht das plötzliche „Zusammenzucken“ des Körpers oder das Gefühl zu fallen. Das ist völlig normal und tritt häufig genau in dem Moment auf, in dem wir einschlafen.

💤 Phase 2 – Der stabile Schlaf

In Phase 2 schlafen wir bereits richtig. Der Körper entspannt sich weiter und der Kontakt zur Umgebung nimmt ab. Wir können zwar noch geweckt werden, allerdings schwerer als in der ersten Phase.

Gleichzeitig beginnt das Gehirn, Geräusche und andere äußere Reize stärker auszublenden. Das hilft uns, im Schlaf zu bleiben und uns weiter in den tieferen Schlaf zu bewegen.

Phase 2 nimmt einen großen Teil der Nacht ein und ist die Schlafphase, in der wir normalerweise die meiste Zeit verbringen.

🌌 Phase 3 – Der Tiefschlaf

Anschließend gleiten wir in die tiefste Phase des Schlafs – Phase 3.

Der Körper ist nun vollkommen entspannt und wir sind nur schwer zu wecken. Werden wir mitten im Tiefschlaf geweckt, fühlen wir uns oft schwer, benommen und brauchen etwas Zeit, um richtig wach zu werden.

Der Tiefschlaf nimmt vor allem in der ersten Nachthälfte den größten Teil ein. Später werden die Tiefschlafphasen kürzer, während der REM-Schlaf in den frühen Morgenstunden allmählich mehr Raum einnimmt.

Der Tiefschlaf ist ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Schlafrhythmus und gibt dem Körper die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und neue Energie für den nächsten Tag zu sammeln.

👁️ REM-Schlaf

Der REM-Schlaf ist nach den schnellen Augenbewegungen benannt, die sich in dieser Schlafphase hinter den geschlossenen Augen abspielen.

Während des REM-Schlafs ist das Gehirn sehr aktiv. Die Gehirnaktivität ähnelt in vielerlei Hinsicht derjenigen im Wachzustand. Die Muskulatur des Körpers ist dagegen vollständig entspannt, und die Verbindung zwischen Gehirnaktivität und Körperbewegungen ist in dieser Phase praktisch ausgeschaltet.

Während des REM-Schlafs verarbeitet das Gehirn unter anderem unsere Erlebnisse und emotionalen Eindrücke. Außerdem treten in dieser Schlafphase viele unserer intensivsten Träume auf.

Alle Schlafphasen sind ein natürlicher Teil des Schlafs

Non-REM- und REM-Schlaf sind also keine zwei verschiedenen Arten von Schlaf oder unterschiedliche Nächte, zwischen denen wir wählen müssen. Beide gehören ganz selbstverständlich zu einem gesunden Nachtschlaf.

Die drei Phasen des Non-REM-Schlafs können als eine ruhige Reise immer tiefer in den Schlaf betrachtet werden. Anschließend wird der Schlaf wieder leichter, bevor wir in den REM-Schlaf übergehen. Dieses Muster wiederholt sich mehrmals in der Nacht und ist ein ganz natürlicher Bestandteil unseres Schlafs.

Während einer normalen Nacht durchlaufen wir vier bis sechs Schlafzyklen. Jeder Zyklus dauert etwa 90 Minuten und besteht sowohl aus Non-REM- als auch aus REM-Schlaf.

Wie viele andere Prozesse im Körper verlaufen auch die Schlafphasen zyklisch und wiederholen sich viele Male während der Nacht.

💚 Zum Abschluss wie immer: 3 Tipps für besseren Schlaf

🌙 1. Kurzes Aufwachen in der Nacht ist völlig normal

Es ist ganz natürlich, während der Nacht mehrmals aufzuwachen, wenn wir zwischen den verschiedenen Schlafphasen wechseln. Mach dir deshalb keine Sorgen, wenn du nachts kurz aufwachst.

🏃 2. Vermeide körperliche Aktivität direkt vor dem Schlafengehen

Verzichte möglichst auf intensive körperliche Aktivität unmittelbar vor dem Zubettgehen.

🤫 3. Sorge für Ruhe in der Einschlafphase

Vermeide Störungen in der ersten Schlafphase, da du in dieser Zeit besonders leicht durch Geräusche oder andere Einflüsse geweckt werden kannst.

📚 Quellen

📝 Über unsere Quellen

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit einem dänischen Arzt erstellt. Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, findest du in den Quellen weiterführende Informationen.

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