Du liegst im Bett und wälzt dich hin und her. Die Müdigkeit, die noch vor einer Stunde da war, ist verschwunden. Du kannst keine Ruhe finden. Deine Gedanken kreisen: „Habe ich die Frist eingehalten?“, „Habe ich diese E-Mail beantwortet?“, „Habe ich den Briefkasten geleert?“
Wenn die To-Do-Liste lang ist und der Tag zu kurz erscheint, wird der Schlaf schnell vernachlässigt. Doch genau hier machen wir einen Fehler. Schlaf ist nämlich keine passive Ruhe. Es ist ein aktiver Prozess – genau wie deine Wachstunden.
Lies weiter für eine ausführliche Erklärung einiger der wichtigsten Dinge, die während des Schlafs in deinem Gehirn und Körper passieren.
Wenn du schläfst, arbeitet dein Gehirn
Dein Körper arbeitet den ganzen Tag auf verschiedene Weisen, und man könnte meinen, dass der Körper nachts weniger Energie verbraucht. Aber das ist tatsächlich nicht immer der Fall. Wenn wir schlafen, werden andere Prozesse sowohl im Körper als auch im Gehirn aktiv.
Obwohl der Körper stillliegt, ist das Gehirn alles andere als inaktiv.
Während des Schlafs verlagert sich der Fokus von der Außenwelt auf die innere Arbeit des Körpers. Die Eindrücke des Tages und ungelöste Probleme werden sortiert, verarbeitet und systematisiert.
Der Schlaf kann als der eigene Neustart und die „Systemaktualisierung“ des Gehirns betrachtet werden. Das Wesentliche wird im Langzeitgedächtnis gespeichert, während weniger relevante Informationen aussortiert werden. Gleichzeitig durchläuft das Gehirn eine Art Aufräumaktion, bei der die Zellen Abfallstoffe entsorgen, die im Laufe des Tages entstanden sind.
Während des REM-Schlafs, auch Tiefschlaf genannt werden insbesondere emotionale Erlebnisse verarbeitet. Konflikte, Sorgen und Freuden des Tages werden sortiert und verarbeitet.
Wenn du ein Instrument, eine Sportart oder eine neue Fähigkeit übst, setzt das Gehirn das Training auch im Schlaf fort. Das ist clever, denn das Gehirn kann weiterarbeiten, während die Muskeln zur Ruhe kommen.
Hormone besitzen eigenen Tagesrhythmus
Das Gehirn ist nicht das Einzige, was während des Schlafs arbeitet. Alle Organe des Körpers haben ihren eigenen Tagesrhythmus. Hormone werden zu bestimmten Zeiten des Tages freigesetzt, gesteuert von der inneren Uhr des Körpers. Wenn der Schlaf verkürzt oder gestört wird, kann das Hormongleichgewicht beeinflusst werden. Das kann zu einem verminderten Energieniveau führen, und du fühlst dich sowohl im Kopf als auch im Körper extrem müde und träge.
Es mag produktiv erscheinen, abends „ein paar Stunden mehr“ zu arbeiten. Aber wir zahlen einen Preis dafür.
Schlaf zu priorisieren, ist kein Zeichen dafür, dass du ein schlechter Mitarbeiter, Elternteil oder Freund bist. Es ist eine Investition in den morgigen Tag und viel wichtiger, in deine Gesundheit.
3 konkrete Ratschläge, um Schlaf im stressigen Alltag zu priorisieren
Wir vertrauen darauf, dass dein Gehirn dir im Schlaf den richtigen Weg weist und dass du mit der Lösung für einige der Dinge aufwachen kannst, die gestern so unüberwindbar schienen.
Quellen:
Lægehåndbogen.dk: Der gute Schlaf
Hospitalsenheden Midt: Gute Ratschläge für guten Schlaf


